Zuletzt mit Neuigkeiten angefüllt am 08. Januar a.d. 2012


Weihnachtsbankett 2011 in Dillenburg 
Essen, Tanz und Kurzweil zum Schluss

Viel Spaß und gute Gespräche, Wein, Spiel und Gesang gab es am 17. Dezember in der Dillenburger Villa Grün. Die Mitglieder des Regiments "Oranien-Nassau No.3" und der Arbeitsgruppe "Leben im 18. Jahrhundert" im Dillenburger Museumsverein hatten zum Weihnachtsbakett eingeladen und bewirteten ihre Gäste wiederum hervorragend. Es gab Leckereien vom Büfett und hinterher schottische Tänze und manches Kartenspiel im Vorgriff auf das Tabakskollegium im Februar. Mit den besten Wünschen für ein gesegnetes Weihnachstfest und ein gesundes und glückliches Jahr ging man schließlich gut gelaunt auseinander.     


Jahreshauptversammlung plant für 2012
15 neue Mitglieder willkommen geheißen

Auf gelungene lebendige Geschichte mit über 200 Darstellern aus ganz Europa können sich die Fuldaer und ihre Gäste auch 2012 verlassen: Die „Zeitreise ins 18. Jahrhundert“ auf Schloss Fasanerie/Adolphseck in Eichenzell, nach Votum der hr-Zuschauer eines der beliebtesten Feste in Hessen, wird am 11. Und 12. August 2012 eine Neuauflage erfahren. Die Gesellschaft für hessische Militär- und Zivilgeschichte organisiert für die Hessische Hausstiftung dort Deutschlands größte jährliche Reenactment-Veranstaltung für die Epoche des Rokoko. Vorsitzender Martin H. Heller versprach am Sonntag (27. November) in Bronnzell ein abwechslungsreiches Programm mit bewährten Höhepunkten und neuen Attraktionen. Besonders erfreut äußerte sich Heller darüber, dass Landgraf Moritz von Hessen (85), Hausherr auf Schloss Fasanerie, in diesem Jahr persönlich die Parade der Truppe abgenommen hatte.
Die Mitglieder des Geschichtsvereins, die aus Hessen und den angrenzenden Bundesländern nach Fulda gekommen waren, hatten zuvor ihren Landesvorstand wiedergewählt. Vorsitzende bleiben Martin H. Heller aus Sinn bei Herborn, Klaus Schäfer-Wilkens aus Ober-Ramstadt und Rainer Pfeiffer aus Frankenthal. Neu im erweiterten Vorstand ist Schriftführer Lorenz Henkel-Kleemann aus Offenbach, der den Posten von Tobias Bauer aus Rödermark übernimmt, der nicht mehr kandidierte. Schatzmeister bleibt Nils-Holger Thome aus Breidenbach. Beisitzer sind Richard Heer aus Rödermark und Michael Lorenz aus Taunusstein. Besonders erfreulich: 15 neue Mitglieder konnten in der Jahreshauptversammlung aufgenommen werden! So viele waren es zuletzt in der Gründungsversammlung 1998.
Chance für Nordhessen vertan
„Lebendige Geschichte zum Anfassen und Erleben, das wird den Bürgerinnen und Bürgern im Landkreis Kassel im kommenden Jahr wohl vorenthalten. Bedauerlich“, findet das Vorsitzender Heller. Bei der Jahrestagung des landesweit tätigen Geschichtsvereins am Sonntag in Fulda-Bronnzell drückte Heller sein Bedauern darüber aus, dass, anders als zunächst angekündigt, die Gedenkfeier zum 250. Jahrestag der Schlacht bei Wilhelmsthal in Calden bei Kassel nun doch ohne Historiendarsteller stattfinden solle. Nach derzeitiger Mitteilung der Verantwortlichen beim Landkreis Kassel soll das Gedenken auf eine Schlachtfeldbefahrung am 23. Juni, einen Gottesdienst und ein Open-Air-Konzert mit dem Heeresmusikkorps am 24. Juni beschränkt werden. „Dschingderassabumm mit moderner Instrumentierung ist sicher eine schöne Sache. Leider verspielt der Landkreis aber die Möglichkeit, Geschichte anschaulich im Kontext ihrer Epoche zu vermitteln“, sagte Heller.
Schon 2009 habe der Vorstand der Gesellschaft der Gemeinde Calden und 2010 auch dem Landkreis Kassel eine Ideenskizze für eine Reihe von Veranstaltungen vorgelegt, von der einige Komponenten nun zwar verwirklicht würden. Den Kontakt mit der Gesellschaft habe aber von offizieller Seite niemand mehr gesucht. Die Chance, dass - so wie in Eichenzell - handverlesene Historiendarsteller an dem Gedenkwochenende den Besuchern von Schloss Wilhelmsthal lebendigen und anschaulichen Geschichtsunterricht bieten können, sei damit leider verspielt, sagte Heller. Verspielt sei auch die Möglichkeit, diese gerade für junge Leute attraktive Geschichtsvermittlung in Nordhessen nachhaltig zu etablieren, so wie es nach der großen und gelungenen Jubiläumsveranstaltung in Minden 2009 geschehen sei und wie es in Eichenzell immer wieder passiert.
Dennoch legte der Vorsitzende den versammelten Geschichtsfreunden nahe, sich die Besichtigung des Schlachtfelds am 23. Juni nicht entgehen zu lassen, weil diese von einem ausgewiesenen Fachmann, dem Bundeswehr-Oberst a.D. Jürgen Damm aus Bad Arolsen, geführt werde. Zudem sei auch die große Zinnfigurensammlung in der Silberkammer des Schlosses absolut sehenswert.
Ein weiteres Projekt ist die Beteiligung an einer Gedenkveranstaltung an der Brücker Mühle in Amöneburg, wo im Siebenjährigen Krieg ein weiteres wichtiges Gefecht zwischen Franzosen und den Alliierten stattgefunden hat. Aber auch hierzu gibt es noch keine näheren Angaben der Partner in Amöneburg.


Bild oben: Wie marschierten, wie exerzierten die Soldaten vor 250 Jahren, wie schwer waren Grenadiersmützen und Musketen? Wie fühlte sich die Wolle der Uniformröcke an? Geschichte zum Anfassen und Erleben bieten Historiendarsteller der Gesellschaft für hessische Militär- und Zivilgeschichte alljährlich auf Schloss Fasanerie /Adolphseck in Eichenzell bei Fulda. In Nordhessen ist so etwas zum Jahrestag der Schlacht bei Wilhelmsthal offenbar nicht erwünscht. (Foto: K. Sackmann)


Am Volkstrauertag am Denkmal der Leibgarde in Darmstadt
Soldaten und Zivilsten gedenken der Kriegsopfer

  

Gemeinsam haben Mitglieder der Kameradschaft der Leibgardisten und des hessischen Infanterieregiments Nr. 115, des Kameraden- und Freundeskreises der ehemaligen Garnison Wetzlar und der Gesellschaft für hessische Militär- und Zivilgeschichte am Volkstrauertag am Ehrenmal der Leibgarde am Darmstädter Schloss der Opfer der Kriege gedacht. Oberstleutnant a.D. Helmut Weipert machte dabei deutlich, wie wichtig das Denkmal für die Erinnerung an die Kriegsopfer ist. Er schilderte in seiner Ansprache die schweren Einsätze des Regiments seit dem Ersten Weltkrieg. Oberstleutnant der Reserve Michael Münchheimer aus Mengerskirchen stellte vor der Kranzniederlegung die von ihm geführte Wetzlarer Traditionskameradschaft vor. Er bekräftigte den Willen, die Tradition der hessischen Verbände zu bewahren. An der Feierstunde nahmen drei Weltkriegsteilnehmer aus den Reihen des Regiments 115 teil.
Die Gesellschaft für hessische Militär- und Zivilgeschichte vertraten Matthias Kroneisen in der Uniform der Leibgarde von 1806 als Fahnenträger und Vorsitzender Martin H. Heller.
Nach der Gedenkfeier kamen die Beteiligten in der Traditionsgaststätte "Zur Bockshaut" in Darmstadt zum gemütlichen Beisammensein zusammen. Im Anschluss tagte der GHMZ-Vorstand.


Lebendiger Geschichtsunterricht in Gießen
Warum die Hessen nach Amerika kamen

Warum kamen 19 000 hessische Soldaten nach Amerika? Was waren ihre Beweggründe? In welcher Zeit lebten Sie? Waren Sie von Ihrem Landesvater als Kanonenfutter verkauft worden? Wie waren die zivile und die militärische Mode zur Zeit des amerikanischen Unabhängigkeitskriegs? Diese und viele weitere Fragen haben am 2. Novemeber Steffen Schenk (3.v.r), Munja (3.v.l.) und Martin H. Heller (rechts) von der Gesellschaft für hessische Millitär und Zivilgeschichte bei einem lebendigen Geschichtsunterricht vor rund 40 Mitgliedern und Gästen des Deutsch-amerikanischen Klubs "Die Brücke" in Gießen beantwortet. Der Wetzlarer Heinrich Becker, früher Fahnenträger in der amerikanischen Darstellungsgruppe des Regiments von Donop und jetzt Mitglied des Gießener Klubs, hatte die Verbindung hergestellt und Vorsitzender Roger Schmidt (links) hatte die Gelegenheit gerne wahrgenommen, die GHMZ-Referenten einzuladen.

In dem rund einstündigen Vortrag schilderte GHMZ-Vorsitzender Martin H. Heller zunächst die Lebensumstände in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts und stellte die Errungenschaften vor, die Zeitgenossen auf philosophischem, literarischem, musikalischem, kulturellem und technischem Gebiet hervorgebracht haben. Diese stellte er den Lebensumständen der zumeist bäuerlichen Bevölkerung nach dem Siebenjährigen Krieg gegenüber. Die Fakten über Truppenstärken und vor allem über die finanziellen Aspekte des hessischen Soldatenhandels und des gesamten Krieges, die Heller aus einer Arbeit von Marcus Jae zitierte, überraschten die Zuhörer mehrfach. Ein Oberst der US-Army freute sich hinterher, einen neuen Blickwinkel auf die Geschichte des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges kennengelernt zu haben. In den amerikanischen Offiziersschulen werde eine eher patriotischere Sichtweise gelehrt.

Steffen Schenk zeigte dann als wohl exerzierter Soldat, wie hessische Soldaten damals mit ihren Waffen umgingen, und Munja Heller erklärte den interessierten Damen im Auditorium, wie sich Frau zur Zeit des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges kleidete.


Viele Fotos von der Zeitreise dabei
Kersten Kircher stellt neuen Kalender vor

Unser Hausfotograf Kersten Kircher hat jetzt drei neue Kalender für das Jahr 2012 herausgebracht. Jeweils 13 Fotoblätter zeigen Szenen aus dem 18. Jahrhundert, aus der napoleonischen Epoche und aus dem Mittelalter. Wer gerne reinschauen mag, kann sich die Kalendermotive unter www.history-live-foto.com anschauen. Der Kalender kostet bei Bestellung bis zum 30. November je Stück 24,95 plus Porto (innerhalb Deutschland und Nachbarländer 5 Euro) Nach dem 30 November sind es dann 29,95 plus Porto. Spätere Bestellungen werden möglicherweise nicht mehr bis Weihnachten fertig.


Gelungene zweite Auflage des Dillenburger Residenzballs
Stilvoll tanzen und dinieren wie im Rokoko



 



Historischer Tanz beim Residenzball in Sechshshelden beiDillenburg.      (Fotos: Katrin Weber)

Rund 40 Teilnehmer haben am letzten Oktoberwochenende beim zweiten Dillenburger Residenzball viel Spaß gehabt. Unter der Anleitung von Tanzmeister Frank Dietzel aus Potsdam (Foto links) konnten Fortgeschrittene und Anfänger schon am Vormittag in einem Tanzseminar die Grundzüge von englischen Country Dances und französischen Contre-Dances erlernen, die am Abend dann in bunt kostümierter Runde praktiziert werden konnten. Dazu gab es ein wohl mundendes Diner, feine Getränke und anregende Gespräche. Veranstalter waren die Arbeitsgruppe "Leben im 18. Jahrhundert" und die Gesellschaft für hessische Militär- und Zivilgeschichte. Dank gilt vor allem den Dillenburger Mitgliedern des Regiments Oranien Nassau No.3, die auch den zweiten Ball aufs Beste vorbereitet hatten. Durch Seminar und Ball war es auch diesesmal wieder gelungen, neue Interessenten für unsere Darstellungen zu finden. Der nächste Residenzball soll im November 2012 stattfinden.     



 

Seine Königliche Hohheit Landgraf Moritz von Hessen (Mitte) nimmt hier zusammen mit den Offizieren (Martin Klöffler, links) und Michael Lorenz, rechts) die Parade der Truppen ab.                                                                                      (Foto: Kgl.Prß.Pressestelle/Nickchen)

Zeitreise gefiel mit einigen neuen Programmpunkten
Landgraf Moritz nimmt die Parade ab

Seine Königliche Hohheit Landgraf Moritz von Hessen hat der Gesellschaft für hessische Militär- und Zivilgeschichte die Ehre erwiesen, in diesem Jahr die  anlässlich der Zeitreise ins 18. Jahrhundert angetretenen Truppen selbst zu inspizieren und die Parade abzunehmen. Königliche Hoheit zeigten sich beeindruckt über Größe und Qualität der Darstellung. Dies zumal die erste Zeitreise, die 1997 auf Einladung von Landgraf Moritz in Eichenzell stattgefunden hatte, in noch ganz kleinem Rahmen mit etwa 25 Darstellern stattfand. Die Anzahl der Darsteller hat sich bis heute verzehnfacht. Rund 250 Darsteller aus ganz Deutschland, Österreich, der Schweiz, England, den Niederlanden, Polen, Tschechien und sogar aus den USA haben in diesem Jahr teilgenommen.

Die Zeitreise gefiel nicht nur den Zuschauern, die unter anderem bei den Vorführungen von Militärtaktik und Waffen, bei der Rokoko-Modenschau, dem Fechtunterricht und anderem viel lernen konnten. Neben der Erklärung aller Truppen, den Lagerführungen und den theaterartigen Manövervorführungen gab es wieder einige schöne Handwerksdarstellungen. Genannt seien beispielhaft der Kerzenzieher, die Kaffeesiederin und die Spinnerin.
Mode im 18. Jahrhundert zeigten die Darsteller täglich bei ihrer kleinen Modenschau,die
jeweils viel Beachtung fand.                                                       (Foto: Andreas Heidt)

 Annette Ruppel-Rodriguez, die aus Bangor in Maine/USA zu uns gekommen war, hielt zwei viel beachtete Vorträge über das Leben der deutschen Soldatenfrauen in Nordamerika. Wer mochte, konnte sich am Samstagabend das Konzert mit Werken Friedrich des Großen im Audienzsaal anhören.
Eine Neuerung, die vielen Teilnehmern Spaß machte, war der Scheunentanz am Samstag, der mit dem Tanzkreis aus Michael Schäfers Civil-War-Gruppe zustande gekommen war.

Alles in allem eine gelungene Zeitreise, in deren Nachgang einige neue Mitglieder zum Verein gestoßen sind. Auch gibt es bereits Anmeldungen und Bewerbungen für die Zeitreise im nächsten Jahr, die wahrscheinlich wiederum am zweiten Wochenende im August stattfinden wird.

   

Bei der Begrüßung am Freitagabend schossen Formationen aller beteiligten
Truppen einen Ehrensalut für unsere verstorbenen Kameraden Andi Bittmann
und (Doppel-)Dieter Augustin, die in diesem Jahr nicht mehr bei uns sein konnten.                                                (Foto: Kgl.Prß.Pressestelle/Nickchen)



Hessenfernsehen-Zuschauer haben abgestimmt
hr: Zeitreise eines der bliebtesten Feste in Hessen

Die Zeitreise ins 18. Jahrhundert zählt zu den beliebtesten Festen in Hessen. Das haben die Zuschauer des Hessenfernsehens jetzt bestätigt. Der Hessische Rundfunk (hr) hatte kürzlich dazu aufgefordert, die schönsten Feste im Hessenland zu nominieren. Über die vorgeschlagenen Feste konnten die Zuschauer dann abstimmen. Die Zeitreise landete dabei immerhin auf Platz 30, wie bei hr-online nachzulesen ist. Angesichts von Tausenden von Festen, die alljährlich in Hessen stattfinden, dürfen wir auf diese Platzierung gewiss stolz sein. Herzlichen Glückwunsch und ein ebensolches Dankeschön an alle, die Jahr für Jahr mithelfen, diese einmalige ehrenamtliche Veranstaltung auf die Füße zu bekommen.
Sieger des Feste-Votings des hr wurde natürlich der Hessentag, gefolgt von Festen wie Rhein in Flammen, dem Wäldchestag und der Dillenburger Hengstparade. 


17. bis 19.06.2011 Feldmanöver Schloss Fasanerie
Rebellion gegen den König (friedlich beigelegt)

Auch in diesem Jahr war das Feldmanöver wieder ein großer Erfolg. Unter der bewährten Leitung von Richard Heer trafen sich diesmal mehr als 30 Darsteller zu einem Rollenspiel in der Wilden Fasanerie von Schloss Fasanerie bei Fulda. Bei strahlendem Sonnenschein wurden kräftig Verhandlungen geführt, Absprachen gebrochen, Strafaktionen durchgeführt und Hinterhalte gelegt. Das Thema der beginnenden Rebellion der amerikanischen Kolonien gegen König Georg von Großbritannien wurde in allen Facetten mit großem Eifer und Freude nachgespielt. Zu guter Letzt saßen Rebellen und reguläre Soldaten in trauter Eintracht zusammen und waren sich einig, dass diese Veranstaltung in dieser Form fortgesetzt werden muss.  

23.05.2011 Pirmasens
Die Fahnen des Landgrafen Ludwig IX.

Landgraf Ludwig IX. von Hessen-Darmstadt (1769-1790) ließ kurz nach seinem Regierungsantritt für alle Regimenter seines kleinen Heeres neue Fahnen und Standarten nach preußischem Muster verleihen. Es ist kaum bekannt, daß die meisten davon bis heute noch erhalten sind: Der Vortrag von Klaus Schäfer-Wilkens am 23. Mai 2011 um 19.30 Uhr im Carolinensaal des Rathauses am Exerzierplatz in Pirmasens hat sich daher nicht nur mit der Geschichte und Beschreibung dieser farbenprächtigen Zeugen der Landgrafenzeit befasst. Klaus zeigte auch erstmalig Fotos erhaltener Originale zeigen. Daneben hat er  anhand mitgebrachter Objekte "zum anfassen" auch einen Einblick in die aktuellen Reproduktionsarbeiten gegeben.Der Vortrag war mit etwa 40 Personen gut besucht und stieß auf reges Interesse. Nach dem eigentlichen Vortrag, der über eine Stunde dauerte, folgte eine rege und längere Diskussion, unter anderem mit dem Vorstand des Historischen Vereins Pirmasens.
Die Struktur des Vortrags lag der Gedanke zugrunde, sowohl die Quellen und die noch vorhandenen Originale als auch den aktuellen Stand unserer Forschungsarbeiten vorzustellen, deren sichtbares Ergebnis die angefertigten Reproduktionen sind. Die Zuhörer konnten so auf der Leinwand historische Zeichnungen der Fahnen begutachten, deren Aufbau exemplarisch anhand der an den Seiten der Leinwand aufgehängten Fahnen zeitgleich erklärt worden sind.
Die Pirmasenser planen nun einen Gegenbesuch in Darmstadt im Winterhalbjahr, in dessen Mittelpunkt ein ausführlicher Besuch des Schlossmuseums stehen wird.


21. Mai 2011
Dem Landgrafen Friedrich II. salutieret

Munja Heller, Kathrin Schäfer und Petra Borschert beim Spinnen mit der Fallspindel.
(Foto: Martin H. Heller)

Sieben Soldaten der Grenadierkompanie des Hochfürstlich Hessen-Casselischen Füsilierregiments von Ditfurth, zwei casselische Jäger und zwei Soldaten des verbündeten 87th/88th schottischen Hochland-Regiments haben am Samstag im Museum Schloss Friedrichstein Landgraf Friedrich II. salutiert. Anlass war die erste Bad Wildungener Museumsnacht, bei der die Gesellschaft für hessische Militär- und Zivilgeschichte zu einem bunten und vielfältigen Programm im Museum und im Schlosshof beigetragen hat. Die Soldaten waren Teil der Führungen von Dr. Stefanie Buchold durch die Sammlungen. In dem Raum, der den amerikanischen Unabhängigkeitskrieg und die hessische Beteiligung thematisiert, präsentierten die Soldaten ihre Uniformen und gaben unter dem Bildnis von Landgraf Friedrich II. Auskunft zu Waffen und Geschichte. Im Hof des Museums suchten hessische Werbeoffiziere nach passenden Rekruten für den Feldzug in Amerika, stellten Passierscheine aus und zeigten den Exerzierdrill. Die Schotten steuerten Dudelsackklänge zur musikalischen Unterhaltung bei. Und die Soldatenfrauen erklärten bei mehreren Auftritten, wie man sich im 18. Jahrhundert kleidete. Außerdem konnten die Gäste beobachten, wie aus Schafwolle Garn gesponnen wurde. 



Steffen Schenk, ausnahmsweise in der Uniform des Regiments v. Ditfurth, stellte reihenweise Passier-scheine aus und schrieb Rekruten ein, die Andreas Köhler zuvor angeworben hatte.


15. Mai 2011
Die Hessen marschieren in Kurmainz

14 Mitglieder und Freunde der Gesellschaft für hessische Militär- und Zivilgeschichte haben aus Anlass des Internationalen Museumstags den Hof des Stadtmuseums in Hofheim am Taunus mit historischem Leben erfüllt. Auf dem ehemaligen kurmainzischen Territorium trat dann auch ein Offizier der kurmainzer Infanterie auf. Ulrich Brand-Schwarz (Bildmitte, weiße Uniform) erklärte - mit Hilfe eines mysteriösen sprechenden Sackes - , wie es um die Truppen bestellt war und wie es mit der Verteidigungskraft der nahe gelegenen Festung Köngstein aussah. Natürlich gab es für das Publikum und vor allem die Teilnehmer der Führungen durch das kurfürstliche Kellereigebäude wieder Erläuterungen zu Kleidung und Bewaffnung der Soldaten und Zivilpersonen. Munja Heller stellte nicht nur die einzelnen Stände und deren Bekleidungsmerkmale vor, sondern verriet auch, was die Frauen früher "drunter trugen". Viele persönliche Gespräche mit wissenshungrigen Besuchern rundeten die Veranstaltung ab. Das Foto stammt von Andreas Hillig.

1. Mai 2011
Preußische Kuhfußmusketen sind wohlfeil

Die Kameraden des Regiments von Ditfurth haben seit Ende vergangenen Jahres eine neue Quelle für die Beschaffung vernünftiger Repliken der preußischen so genannten Kuhfußmuskete vom Modell  "Potsdam 1740" nach Splittgerber aufgetan.
Es handelt sich um indische Fertigungen, die allerdings von einem deutschen Büchsenmacher nach allen Regeln der Kunst überarbetet worden sind. Auch ist die Qualität der indischen Musketen - früher der Schrecken jedes Reenactors - seit einigen Jahren merkbar gestiegen.  Das Gewehr ist nach ersten Tests durchaus empfehlenswert und eine echte Alternative zu teuren Maßanfertigungen in den USA oder zu italienischen Repliken von Brown-Bess- oder Charleville-Modellen, die wesentlich teurer sind.
Schloss und Federn sind optimiert, die Batterie überarbeitet und das Gewehr hat einen deutschen Beschuss mit allen Stempeln. Diese sind seitlich am Lauf „versteckt“, sichtbar auf dem Lauf prangen dagegen Repliken der Originalstempelung. Das Schloss ist gemarkt mit der Kennung POTZDAMMAGAZ. Die Muskete ist 1,44 m lang, 3,5 kg schwer und hat das Kaliber 18,6 mm. Die Federn sind sehr stramm und der Funkenschlag exzellent. Das Set kostet sensationelle 740,- Euro, darin enthalten sind die Muskete mit deutschem Beschuss, das passende Bayonett, ein Feuer,  ein dreiteiliges Reinigungsbürstenset, ein Messingadapter und Lappenhalter für den Ladestock sowie ein Gutschein für ein nochmaliges, verbilligtes Aufkohlen der Batterie bei nachlassender Leistung. Zum Kaufpreis kommen wegen Größe und Gewicht 27,- Euro Porto pro Gewehr, Zusammenfassungen beim Versand sind bisher  nicht möglich. 

Mitglieder der Gesellschaft können das Gewehr über den Kameraden Stefan Wolters bestellen. Er ist unter st_wolters (ett) yahoo.de  erreichbar. Erster Auslieferungstermin kann Mitte Juni sein.


18. April 2011  Darmstadt
Förderverein will Schlossmuseum sichern

Seit dem 18. April gibt es den Verein "Freunde des Schlossmuseums Darmstadt", der sich um den Erhalt und die Pfelge des auch für uns wichtigsten Darmstädter Museums kümmern will. Die Gründungs-versammlung, an der 16 Mitglieder und vier Gäste teilgenommen haben, hat die Satzung einstimmig verabschiedet. Zur Vorsitzenden wählten die Mitglieder Nikola Geißler, zu ihrer Stellvertreterin  Christina Lange-Horn. Die Unterlagen über die Vereinsgründung sind mittlerweile beim Amtsgericht eingereicht. Der Verein strebt die Gemeinnützigkeit an.
Die Gesellschaft für hessische Militär- und Zivilgeschichte hat nicht nur eine einmalige Spende an den in Gründung befindlichen Verein überwiesen, sondern wird nach einstimmigem Beschluss des Vorstands auch korporatives Mitglied des neuen Fördervereins werden. Wie vielen bekannt sein dürfte, pflegt Klaus Schäfer-Wilkens seit geraumer Zeit die Militär-Sammlung des Schlossmuseums und bietet regelmäßig fachkundige Führungen durch den Militär- Saal im Obergeschoss des Residenzschlosses an (Foto oben: Heller). 

22. April 2011 Osterexerzieren Dillenburg
In Uniform zum Gottesdienst

Die Osterveranstaltung des Regiments Oranien Nassau No.3 kann getrost als Erfolg gewertet werden. Neben den Mitgliedern der Dillenburge rHaustruppe nahmen auch andere Mitglieder der Darstellungsgruppen für das 18. Jahrhundert der Gesellschaft teil, so dass am Ostersamstag 20 Darstellern rund um die Villa Grün und den Wilhelmsturm präsent waren. Neben einem Marsch mit klingendem Spiel durch die Innenstadt, Exerziervorführungen, Soldauszahlungen, Truppenwerbung und Vereidigung haben einige sogar am Sonntagmorgen noch den Weg in die evangelische Stadtkirche zum zentralen Ostergottesdienst gefunden. Am Samstag hatten die Truppen auf dem Schlossberg auch noch ein wenig Pulver verbrannt, um auf die Vorführungen aufmerksam zu machen: Bei einer Kasemattenführung zeigten die Soldaten die Handhabung des kleinen Gewehrs. Die neue (alte) Währung, die in Form von Stuiver und Gulden bei der Soldauszahlung und zum Erwerb der lebensnotwendigen Getränke Verwendung fand, kam bei allen Teilnehmern gut an. Einziger Zwischenfall war das Lamento eines Anliegers des Schlossbergs, der sich des Nachts vom Rauch des Wachfeuers im Schlafe gestört fühlte. Letzteres Problem wurde aber mit Hilfe von diplomatischem Geschick und einer Flasche Wein gelöst.


16. April 2011 Frühjahrsexerzieren in Eichenzell
Schlecht balbiert - gut exerziert

Gut besucht war nach der langen Winterpause der erste Exerziertag am 16. April auf Schloss Fasanerie in Eichenzell. 18 uniformierte Mitglieder, zwei Frauen in historischem Gewand und einige weitere weibliche Zuschauer hatten sich an den Wachhäusern im Park eingefunden, um die über den Winter möglichwerweise etwas eingeschlafenen Kenntnisse wieder aufzufrischen. In der Tat hatte die dunkle Jahreszeit bei manchem ihre Spuren hinterlassen. So müssen einige Uhren stehen geblieben sein, denn zur verabredeten Zeit war gerade einmal ein Handvoll Kameraden zur Stelle. Die lange Zeit, in der viele hessische Ortschaften diesen Winter eingeschneit gewesen waren, hatte ihren Tribut verlangt. So waren die meisten der Kerls gar zu wohl genährt und offensichtlich waren auch einige Balbiermesser stumpf geworden, so dass eine übergroße Zahl mit allzuviel Haar im Gesichte angetreten war. Um so angenehmer die Überraschung, dass dann das militärische Handwerk nicht in Vergessenheit geraten war und schließlich unter dem Kommando von Rainer Pfeiffer alles recht gut klappte, inklusive der Schwenkungen in langer Linie. Marcus Jae konnte drei zum Teil ganz frische Rekruten für das Regiment von Ditfurth einexerzieren. Hoch gelobt sei auch der Einsatz von Michael Schäfer, der auf Kosten der Gesellschaft Getränke und ein deftiges Mittagessen herbeige-schafft hatte. Nachmittags wurde das Chargieren und Feuern in der Wilden Fasanerie geübt.  Die Bilder stammen von Johanna Nickchen von der Hochfürstlichen Pressestelle.
 

2. April 2011 Pirmasens
Leibgrenadiergarde bei den Landgrafentagen

Eine Abordnung des Leibgrenadiergarderegiments hat am 2. April an den Landgrafentagen 2011 in Pirmasens teilgenommen. Vertreten wurde das Regiment von Klaus Schäfer-Wilkens und Matthias Kroneisen, der in die Uniform des LGGR geschlüpft war, sowie von Johanna Nickchen und Klaus' Kindern.
Höhepunkt war neben den Auftritten auf der Aktionsbühne eine Ehrenwache  an der Grabplatte des Landgrafen Ludwig IX. in der Pirmasenser Lutherkircher (Foto: Hochfürstliche Pressestelle). Auf der zentralen Bühne hatten die Kameraden zuvor dem Publikum den Exerzierdrill der Soladten aus den Anfängen der hessen-darmstädtischen Garnisonsstadt Pirmasens vorgeführt.
Die Landgrafentage in Pirmasens sind ein historisierender Markt mit vielen Handwerksständen, der an die Zeit des Landgrafen Ludwig IX. von Hessen-Darmstadt (15. Dezember 1719 in Darmstadt; † 6. April 1790 in Pirmasens) erinnern soll.


26. März 2011 Tabakskollegium in Dillenburg
Liederbuch in froher Runde überarbeitet

"Und taten singen, die Lieder klingen, im Eichengrund"... und nicht nur dort, sondern auch in der Villa Grün in Dillenburg beim ersten Tabakskollegium der Gesellschaft für Hessische Militär- und Zivilgeschichte. Am Samstag, den 26. März haben rund 20 Kameradinnen und Kameraden in froher Runde bei Bier, Wein, Wurst und Brot die bestehenden Gesangsbücher der Gesellschaft und des Regiments Oranien gesichtet, viele Lieder daraus gesungen und neue Lieder vorgeschlagen. Volkmar Nickel, der das Tabakskollegium zusammen mit seinen Kameraden organisiert hatte, wird auch die Überarbeitung des Buches leiten. Es soll im DIN A 5-Ranzenformat erscheinen und mit verhältnismäßig großer Serifenschrift ausgestattet sein, damit die Liedtexte auch bei Kerzenschein lesbar sind. Besonderer Gast des Abends war der Dillenburger Sänger Andreas Balzer, der in verschiedenen Chören mitwirkt und zum Ensemble mehrerer Musicals gehörte. Er unterstützte mit seiner eindrucksvollen Stimme den Soldatengesang in den Räumen der Villa Grün.

Das Bild oben ist nicht in der Villa Grün aufgenommen worden, sondern eine Radierung des zeitgenössischen englischen Künstlers William Hogarth.        


22. März 2011
Kurhessischer Zweispitz für Militärmuseum

Unser Mitglied und Hutmacher aus Leidenschaft, Anton Grotz aus dem fränkischen Mönchstockheim, hat jetzt einen von ihm rekonstruierten kurhessischen Zweispitz an den Freundeskreis des Museums Friedrichstein in Bad Wildungen übergeben. Dessen Vorsitzender Peter A. Schultheis hatte die Gesellschaft um die Vermittlung gebeten. Anton Grotz fertigte das Stück nach den Vorgaben des Museums, die Dr. Stefanie Buchhold recherchiert hatte. Der Hut komplettiert nun eine Vitrine in der Wandelhalle im Bad Wildunger Kurpark und wirbt dort zusammen mit einem Waldeckischen Sponton und einem ebenfalls kurhessischen Dragoner-Haudegen für den Besuch der hessischen Militär- und Jagdsammlung auf Schloss Friedrichstein.
Ein erneuter Rundgang durch die Sammlungen erwies allerdings erneut, dass in dem Museum noch viel getan werden kann und auch das Engagement der Gesellschaft verstärkt gefragt wird. Aus diesem Grund soll eine Abordnung auch an der Ersten Bad Wildunger Museumsnacht teilnehmen, um Leben in das Museum zu bringen.
Großes Lob verdient der Einsatz des Vereins der Freudne des Friedrichstein. Dieser hat das Prunkzelt aus der hessischen "Türkenbeute" reinigen lassen. Derzeit befindet sich das Zelt zur Resaturation.

Das Foto oben zeigt die Übergabe des Zweispitzes durch Anton Grotz (2.v.r) und Martin H. Heller (rechts) an (v.l.) den Leiter der städtischen Museen, Bernhard Weller und Freundeskreis-Vorsitzenden Peter A. Schultheis am 22. März in Bad Wildungen.                                                                        (Foto: Senzel/HNA)

13. März 2011
Szenen aus dem Garnisonsleben gezeigt

Anläßlich der 390. Wiederkehr des Gründungstags des Regimentes (11. März 1621) haben Mitglieder unserer  Darstellungsgruppe "Großherzoglich Hessisches Leibgarde‑Regiment 1810"  auf der Veste Otzberg im Odenwald den Leibgardetag begangen. Zwar war die Anzahl der Darsteller etwas geringer als bei den bisherigen Veranstaltungen ihrer Art, dafür war wegen des ausnahmsweise guten Wetters der Besucheransturm größer. Gezeigt wurden Szenen aus dem Garnisonsleben mit Exerzieren, Soldatenschule, Übungen zum Reglement der leichten Infanterie und einiges mehr. Dabei kommandierten Rainer Pfeiffer und Marcus Greil. Am Abend klang der Leibgardetag in der Burgschänke auch mit Freudnen anderer Einheiten gemütlich und bei Kerzenschein aus. Über die Veranstaltung berichtete das Darmstädter Echo (Online-Version hier). Journalisten der Frankfurter Allgemeinen Zeitung machten Interviews, allerdings ist offenbar bislang dort nichts erschienen.

Das Foto oben zeigt v.l. die Kameraden Matthias Kroneisen, Jörg Geyer, Andreas Silvester, Marcus Greil und Rainer Pfeiffer beim Exerzieren. 


19. Februar 2011
Residenzball mit bester Resonanz

Rund fünfzig Frauen und Männer haben im Saal des Langasthofes Held im Haigerer Stadtteil Sechshelden den ersten Dillenburger Residenzball gefeiert und dabei viel Spaß gehabt. Unter Anleitung von Tanzmeister Frank Dietzel aus Potsdam tanzten die Gäste verschiedene historische Tänze, darunter französische Kontratänze und englische Countrydances, die sie zum Teil erst am Vormittag beim Workshop gelernt hatten. Organisiert hatte das ganze das Team des Regiments Oranien um Volkmar Nickel, dem großer Dank gebührt, unter Beteiligung der Gesellschaft für hessische Militär- und Zivilgeschichte. Maurizio Gemmer, Reporter der lokalen Presse, schrieb: „Der Residenzball wurde aufgezogen wie im 18. Jahrhundert. Und so fehlten nur noch die eleganten Kutschen vor dem Haus, um die Sache perfekt zu machen. Denn die zahlreichen Besucher der Fachgruppe "Leben im 18. Jahrhundert" des Museumsvereins und der GHMZ hatten sich auch zeitgemäß gekleidet. Lange Gewänder, filigrane Spitzen und wohlgeformte weiße Perücken gehörten zum Standard und zum Gefühl des Abends. Rund 50 Gäste feierten den Residenzball nach alter Tradition bis tief in die Nacht hinein.“

Wir trauern
Andreas Carl Bittmann gestorben

Wir haben unseren Freund Andreas Carl (Andi) Bittmann aus Dillenburg, der uns im Alter von nur 48 Jahren für immer verlassen hat, am 25. Februar auf dem Friedhof in Dillenburg zur letzten Ruhe geleitet.

Wir werden Andi ein ehrendes Andenken wahren. Er wird uns bei vielen unserer Unternehmungen mit seiner liebenswürdigen, zuvorkommenden und hilfsbereiten Art sehr fehlen!

Herzlichen Dank allen, die Andi einen so ergreifenden Abschied bereitet haben. Die Totenwache am Sarg hielten die Kameraden des 87th/88th Bergschotten-Regiments, des Regiments Oranien-Nassau No.3, ein Casselischer Jäger und ein Vertreter der jacobitischen Schotten in ihren jeweiligen Uniformen. Ein Dudelsackpfeiffer spielte am Grab auf und scheinbar aus dem Nichts hallten drei Salutschüsse über den Gottesacker, als sich der Sarg in die Erde senkte.


28. November 2010
Hauptversammlung plant für neues Jahr



Dr. Dr. Hans-Jürgen Schick (links) erklärte den Militärhistorikern anhand alter Karten den Verlauf der Schlacht am Münsterfeld.                                                   (Foto: privat)

Militärhistoriker aus Hessen, Bayern und Rheinland-Pfalz haben am Sonntag in Haimbach die Gedenktafel für die Schlacht am Münsterfeld besucht. Dort hatten sich am 30. November 1759 die Gegner des Siebenjährigen Kriegs eine kurze aber blutige Schlacht geliefert.

Anlass für den Besuch in Fulda war die Jahrestagung der Gesellschaft für hessische Militär- und Zivilgeschichte, die ihren Sitz in Eichenzell hat und seit mittlerweile 13 Jahren die „Zeitreise ins 18. Jahrhundert“ auf Schloss Fasanerie/Adolphseck organisiert.

Auch im kommenden Jahr soll es am 13. und 14. August wieder eine Zeitreise geben, kündigte Vorsitzender Martin H. Heller in der Versammlung im Bronnzeller Jägerhaus mit. Die Zeitreise sei in ganz Deutschland mittlerweile die größte und authentischste jährliche Veranstaltung für diese Epoche, bei der Geschichte zum Anfassen und Erleben geboten werde. Heller rief dazu auf, den Qualitätsstandard der lebendigen Geschichtsdarstellung weiter zu verbessern. Diskussionsbeiträge untermauerten den Wunsch des Vorsitzenden. Es sie wichtig, gerade in den Details Genauigkeit noch mehr zu fördern, hieß es.

Auch wird die Gesellschaft für hessische Militär- und Zivilgeschichte in den nächsten Wochen ein neues Jahrbuch mit historischen Themen herausgeben. Zudem konnte der Vorstand die optimierte Homepage der Gesellschaft vorstellen.

Bei der Besichtigung des im vergangenen Jahr aufgestellten Gedenksteins bei Haimbach hatte am Vormittag Dr. Dr. Hans-Jürgen Schick aus Eichenzell den Geschichtsfreunden die Aufmarsch- und Rückzugswege der württembergischen, braunschweigischen und hessischen Truppen gezeigt, die vor 251 Jahren auf dem Münsterfeld am westlichen Fulda-Ufer aufeinandergetroffen waren.



Hier geht es zu den Berichten aus dem Vereinsjahr 2010











      


11. und 12. August 2012 Eichenzell
Termin für Zeitreise steht

Die Zeitreise ins 18. Jahrhundert  findet wiederum am zweiten Wochenende im August  statt, also am 11. und 12. August 2012. Näheres auf der Seite Zeitreise



18. Januar 2012 Bad Homburg
"Unter Canadiensern"

Ein interessanter Termin für alle, die sich für den amerikanischen Unabhängigkeitskrieg und die Rolle der Hessen interessieren: Das Stadtarchiv Bad Homburg stellt am 18. Januar das bislang unbekannte Tagebuch des Philipp Jakob Hildebrandt (1733-1783) aus dem Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg im Gotischen Haus vor. Die Arbeit von Professor Dr. Holger Th. Gräf und Lena Haunert M.A. aus Marburg mit Titel "Unter Canadiensern, Irokesen und Rebellen - Das Tagebuch des Hessen-Hanauer Jägers Philipp Jakob Hildebrandt aus den Jahren 1777-1781" ist in der Reihe der Hanauer Geschichtsblätter, Band 46, erschienen. Es handelt sich um ein in der Öffentlichkeit bisher unbekanntes Tagebuch, dessen Verfasser Hildebrandt (1733-1783) zwölf Jahre in Homburger Diensten stand (zunächst als Leutnant, später als Forst- und Stallmeister), bevor er 1777 in Hanauer Diensten nach Amerika ging und dort über seine Erlebnisse auch mit der nordamerikanischen Urbevölkerung Notizen führte.  Beginn ist um 19 Uhr im Stadtarchiv im Gotischen Haus, Tannenwaldweg 102 in Bad Homburg. Weitere Informationen gibt es hier


21. Januar 2012, Hessenpark Neu-Anspach
Forst im 18. Jahrhundert

"Mit Waldhammer und Rügenbuch - Aufgaben der Förster im 18. Jahrhundert zur Sicherung forstlicher Nachhaltigkeit“ ist Titel des Vortrags, den unser Mitglied Karl-Matthias Groß beim ersten Tabakskollegium dieses Jahres im Hessenpark in Neuanspach halten wird. Was waren die Aufgaben des holz- und hirschgerechten Jägers und Försters in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts? Diese und andere Fragen wird Karl-Matthias Groß im Zuge eines kleinen Rundgangs und einer anschließenden Präsentation im Haus Ewersbach am Dorfplatz des Hessenparks beantworten. Einzelheiten gibt es in der Rubrik Termine.  




25. Februar 2012 Dillenburg
"Um Haus und Hof"

Beim zweiten Tabakskollegium dieses Jahres wollen wir etwas über historische Kartenspiele lernen. Unser Mitglied Steffen Schenk zu Dillenburg (im Bild rechts) hat sich intensiv mit dem Glücks- und Kartenspiel durch die Jahrhunderte beschäftigt und wird zu Beginn des Kollegiums in der Wirtschaftsgeschichtlichen Museum "Villa Grün" auf dem Dillenburger Schlossberg in die Thematik einführen. Später können verschiedene Spiele mit historischen Blättern selbst geübt werden. Gespielt wird natürlich um "Haus und Hof". Das Kollegium  beginnt um 18 Uhr.  Kostüm des 18. Jahrhunderts ist erwünscht. Rückfragen an Steffen Schenk unter schenk-dillenburg(ett)arcor.de. 

Ab 15. April Hessenpark, Neu Anspach
Wald und Geschichte

Unser Mitglied Karl-Matthias Groß bietet auch in diesem Jahr wieder verschiedene forsthistorische Führungen im Hessenpark in Nau-Anspach /Ts. an. Hier nun eine vorläufige Terminliste:
15. April - Baumpflanzung (es werden einige Bäume gepflanzt - Waldjugend ist vor Ort, um einfache Waldarbeiten durchzuführen)
6. Mai - Lohschälen für die Gerberei. (Besucher können selbst Hand anlegen)
13. Mai Kohlenmeiler zünden (Köhler ist vor Ort)
26. August Forstpolizei (Hopfenfest)
14.10. jagdgeschichte (Kohlemmeiler öffnen, Weintage)  Jagdhornbläser führen musikalisch durch eine Jagd. Präsentation von Fellen, Trophäen und  Tierpräparaten.
28.10. Holzfällung  mit der Trummsäge.