Zum 3. Mal fanden die Barocktage in Bückeburg statt.
Viele Darsteller aus dem gesamten Bundesgebiet fanden sich ein um für wenige Tage in das Jahr 1765 einzutauchen und um gemeinsam ein lebendiges Museum außerhalb und innerhalb des Schlosses entstehen zu lassen.
Graf Wilhelm wird heiraten, das Schloss füllt sich mit angereistem Adel, Diplomaten, Musikern und Gesinde. Das Militär übt sich fleißig im exerzieren und einem Manöver um in Form zu sein.
Im Schloss wird getafelt, gespeist und getanzt, der Adel vergnügt sich beim Glücksspiel und bei der Jagd, auch wird manches Duell ausgetragen: der feiste Kardinal, Botschafter des portugisischen Königs, jagd jedoch nur den Weiberröcken nach. Und natürlich tagte wieder die berüchtigte Mopsloge.
Gefeiert wurde bis spät in die Nacht.....

 

 

eine große Bilderstrecke gibt es auf der Webseite von Kersten Kircher zu sehen: Barocktage in Bückeburg 2015

 

eine weitere Bilderstrecke auf Cour de Cassel: Barocktage in Bückeburg 2015

 

 

 

zur Erklärung der Kooperation:

Die Barocktage in Bückeburg sind durch die Zusammenarbeit mit dem Museum Bückeburg gewissermaßen zur zweiten Hauptveranstaltung der Gesellschaft für Hessische Militär- und Zivilgeschichte e.V. geworden. Die Hofreitschule trennte sich von dem Organisationsteam als Mitveranstalter der Barocktage, das Hessenmilitär nahm den Platz als gemeinnütziger Verein an stelle der Hofreitschule für das Museum ein. Museen und Institutionen können aufgrund z.B. von versicherungstechnischen Fragen keine Veranstaltungen mit Privatpersonen eingehen, es muss als Vertragspartner eine GmbH, Ug oder ein Verein als "juristische Person" vorhanden sein. Der Verein ist jedoch nicht finanziell in die Veranstaltung involviert.

 

Diese Kooperation bot sich zudem ohnehin an:

Nicht nur, dass fast das gesamte Organisationsteam der Barocktage aus Mitgliedern des Hessenmilitärs besteht (Marcus Stickdorn, Steffen Schenk, Mathias Przybyl und Matthias Richter), auch ein Großteil der Darsteller sind Mitglieder der Gesellschaft und altbekannte Zeitreise Darsteller.

Auch der Bezug zum alten Hessen ist da:

Die direkt benachbarte Grafschaft Schaumburg war Staatsgebiet der alten Landgrafschaft Hessen-Kassel und ein bitterböser Zwist verband die beiden Fürstenhäuser im Streit um diese Ländereien. Nach dem Tode Landgraf Friedrich II. marschierte sein Sohn, Landgraf Wilhelm IX. aufgrund von Erbansprüchen sogar militärisch ein. Weiterhin waren viele hessische Regimenter bei der Schlacht von Minden beteiligt und auch nach Beendigung des siebenjährigen Krieges noch einige Zeit im Fürstentum Schaumburg Lippe stationiert.

Eine zukünftige Beteiligung, speziell hessischer Militärdarsteller ist daher sehr wünschenswert.

 

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