Besuch in Schloss Philippsruhe

Im Saal des Schlosse Philippsruhe

Mitglieder der Gesellschaft für hessische Militär- und Zivilgeschichte e.V. und des Cour de Cassel haben Ende Februar das Schloss Philippsruhe in Hanau besucht und dabei viele interessante Gemälde und Artefakte aus der Geschichte des Schlosses und des Hauses Hessen kennengelernt. 

Die Grafschaft Hanau ging im 18. Jahrhundert in den Besitz der Landgrafen von Hessen-Kassel über, wurde aber wieder formell abgetrennt: Der Erbprinz Friedrich, der spätere Landgraf Friedrich II., konvertierte zum Katholizismus, da Hessen seit der Reformation protestantisch gewesen war, war dieser Religionswechsel des zukünftigen Souveräns ein absoluter Skandal. Die Familie des Landgrafen, seine Frau und die Kinder, wurden nach Hanau geschickt, um sie dem „schädlichen Einfluss“ des Vaters zu entziehen. Eine Aussöhnung fand erst ein Jahr vor dem Tode des Landgrafen statt. Hanau wurde die Residenz des Erbprinzen Wilhelm, der 1785 nach dem Tad des Vaters dann neuer Landgraf von Hessen-Kassel und 1803 Kurfürst von Hessen wurde und als Wilhelm IX. die großartigen Wasserspiele in Wilhelmshöhe vollendete und die Löwenburg errichten ließ.

Die Gruppe besuchte das Schloss, in froher Erwartung der Schlossverwaltung. Man schlenderte durch die historischen Räumlichkeiten und fand sehr oft die Möglichkeiten zur angeregten, heiteren Konversation. Nach der gemeinsamen Besichtigung des Schlosses beschlossen wir den schönen Mittag in dem exzellenten Restaurant „Zum Schwanen“. Auf eine baldige Wiederholung!                                                                              Matthias Richter 

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