Am 13. Februar lud Christian Teword, besser bekannt als 'Quest' nach Marburg.

Im Rahmen der Veranstaltungs- und Ausstellungsreihe "Stadt-Land-Schloss" fand im Pup Molly Malone's eine mit Musik und kurzen Spielszenen aufgelockerte informative Reise in das Jahr 1761 statt. Das große Thema war die bewegte und seltsame Reise der Highlander die von Schottland, nach dem niedergeschlagenen Jakobitenaufstand, über Frankreich nach Hessen kamen.

Aber auch die Hessen kämpften in Schottland, just 15 Jahre zuvor waren hessische Regimenter als Subsidientruppen von England angeworben worden um in Schottland unter dem Befehl des Herzogs von Cumberland gegen die Schotten eingesetzt zu werden. Das hessische Kontingent wurde vom Erbprinzen Friedrich befehligt (dem späteren Landgraf Friedrich II.) Und bis heute werden die hessischen Soldaten und der Erbprinz, obwohl sie Feinde waren, in Schottland verehrt. Der Grund war nicht nur das imposante Auftreten, die eiserne Disziplin, sondern vor allem das untadelige Betragen, die Ritterlichkeit und der Respekt den die Hessen ihren Gegnern und vor allem auch der Zivilbevölkerung entgegenbrachten. Prinz Friedrich, so wurde berichtet, legte sich auch ohne Bedenken mit seinem Vetter dem Herzog an, indem er ihm unmissverständlich mitteilte, das er allein entscheiden würde, ob militärische Manöver sinnvoll seien, und dass er letztlich nur seinem Vater (dem Statthalter) und seinem Onkel (dem Landgrafen) Rechenschaft schuldig sei. Darüber hinaus ließ er auch verkünden, dass er und seine Hessen hier seien um einen Krieg zu führen, er wird aber keinesfalls im Namen der englischen Krone foltern oder hinrichten.

 

 

 

 

15 Jahre später standen sich - wie der Zufall es wollte, genau diese hessischen Regimenter, die in Schottland kämpften den ehemaligen Jakobiten, die nun in französischen Uniformen ihren Dienst taten in einer letzten Auseinandersetzung in Marburg gegenüber. Auch wenn die "Royal Ecoissois" an diesem Tag einen Sieg erringen konnten, für den siebenjährigen Krieg war dieser Sieg bedeutungslos.

Weitere bemerkenswerte Geschichten wurden erzählt, auch die berühmte Geschichte über Bonnie Prince Charles und seine kuriose Flucht in Frauenkleidern.

Neben Mitgliedern der Gesellschaft für Hessische Militär- und Zivilgeschichte, waren auch Referenten aus Marburg, Frankreich anwesend. Quest und Johanna bereicherten den informativen Abend durch zahlreiche zeitgenössische Musikstücke, oft mit direktem Bezug zum historischen Geschehen.

 

 

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